Wie man ein Problem nährt…

von Dagmar Henn

Unangenehm, aber wahr ist, dass es (nicht nur in Bayern) einen deutlichen Anstieg sexueller Übergriffe gibt und dass die modisch so benannten ‚Zuwanderer‘ daran weit überproportional beteiligt sind.

Unangenehm, aber wahr ist, dass größte Teile der Linken dieses Problem bis heute am liebsten leugnen.

Dabei handelt es sich um die widerlichste Form humanitärer Heuchelei. Und einen verschärften Fall politischer Dummheit.

Es hätte nämlich eingegriffen werden können. Einen Hinweis darauf, wo und wie, gibt sogar die Äußerung des bayrischen Innenministers Hermann:

„Herrmann will Sexualstraftaten gezielter bekämpfen, auch in den Asylunterkünften.“

Die ersten Informationen, dass in Flüchtlingsunterkünften Übergriffe auf Frauen an der Tagesordnung sind, hatte ich im Herbst 2015, als der gesamte Blätterwald noch von ‚Willkommenskultur‘ besoffen war.

Frauen, die selbst geflüchtet sind, die mißhandelt, bedroht, vergewaltigt wurden.

Wovon nicht nur die bayrische Polizei und damit auch das bayrische Innenministerium sehr wohl wussten, wie mit Sicherheit alle anderen Innenministerien auch.

Wie hätte eine angemessene staatliche Reaktion darauf ausgesehen?

Sie hätte nicht in der Verteilung einer Softpornobroschüre bestanden, in der Sexualstellungen erläutert werden. Sondern in dem, was Polizei und Staat in solchen Fällen eigentlich tun sollen. Täter ermitteln und vor Gericht stellen. Um die Unschuldigen, die Opfer zu schützen.

Das ist nicht geschehen. Entweder, weil die Opfer nicht wichtig genug waren, oder weil die weitere Entwicklung so gewünscht war. Das darf man sich jetzt aussuchen.

In beiden Fällen steckt hinter den kleinen Verbrechen, den Übergriffen, die sich inzwischen erwartungsgemäß aus den Unterkünften hinausbewegt haben, ein größeres Verbrechen.

Im ersten Fall handelt es sich neben einem gerüttelt Maß an Rassismus auch um eine tiefe Verachtung Frauen gegenüber; bei jenen Verantwortlichen innerhalb der deutschen Behörden, die in dieser Anfangsphase nicht gehandelt haben.

Im zweiten Fall handelt es sich im Grunde um ein organisiertes Verbrechen, in dem die ‚Zuwanderer‘ zwar die Ausführenden, die deutschen Verantwortlichen aber die Täter sind. Die durch kontinuierliches Unterlassen der Handlungen, zu denen sie verpflichtet gewesen wären, Übergriffe und Übergreifende geradezu gezüchtet haben.

Übrigens, für die sich ausbreitenden Messerstechereien gilt das gleiche. Was sich hier vor unseren Augen entfaltet, ist nur zum Teil der Lage in den Herkunftsländern geschuldet. Der Alltag in den Unterkünften ist der erste und prägende Eindruck, der vom Leben in Deutschland vermittelt wird. Wenn dort das Recht des Stärkeren gilt, sich die Gewalttätigen durchsetzen und die Rechte von Frauen missachtet werden, dann muss es nicht wundern, wenn ein Teil der dort Lebenden sich ausserhalb der Unterkünfte entsprechend verhält. Die Tatsache, dass ein großer Teil der Flüchtlingshelfer solche Verhältnisse lieber verleugnet und ein staatliches Eingreifen ablehnt, weil es die Fantasiegestalt des immer edlen, des Mitleids würdigen ‚Geflüchteten‘ beeinträchtigt, hat ein solches Spiel deutlich erleichtert.

Die Leidtragenden? Die Frauen in den Unterkünften, die Frauen im Land, jene Flüchtlinge, die nicht nach dem Gesetz der Wölfe leben und einzig ihren persönlichen Vorteil anstreben, das politische Klima im Land.

//