Polnisches Parlament stimmt für Abriss aller 500 sowjetischen Denkmäler im Land

Während der frisch verschiedene Alt-Kanzler Helmut Kohl für sein Werk bei der sogenannten „Europäischen Einigung“ über den Klee gelobt wird, zeigt sich in Polen dessen wahres Gesicht: Reaktion und Faschisierung auf ganzer Linie. Wer heute wie damals (vor der Konterrevolution) vom „Gemeinsamen Europäischen Haus“ spricht, der kann nur ahnungslos oder ein Lump sein! Es bleibt dabei:

„Vom Standpunkt der ökonomischen Bedingungen des Imperialismus, d.h. des Kapitalexports und der Aufteilung der Welt durch die „fortgeschrittenen“ und „zivilisierten“ Kolonialmächte, sind die Vereinigten Staaten von Europa unter kapitalistischen Verhältnissen entweder unmöglich oder reaktionär.“

Lenin, zitiert aus „Über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa“

Wir geben an dieser Stelle einen Artikel von RT Deutsch wieder:

(übernommen von: https://deutsch.rt.com/europa/52914-polnisches-parlament-stimmt-fur-abriss-von-sowjetdenkmalern/)

Das Unterhaus des polnischen Parlaments, der Sejm, hat am Donnerstag eine Änderung im Gesetz zur „Dekommunisierung“ vorgenommen. Dies ermöglicht dem polnischen Staat, sowjetische Denkmäler abzureißen, die den Kommunismus glorifizieren. Vom möglichen Abriss sind knapp 500 Monumente betroffen.

Laut den Aussagen der polnischen Abgeordneten gibt es in Polen zurzeit 490 solcher Denkmäler. Um sie abreißen zu können ist der Staat verpflichtet, Konsultationen mit dem Institut für Nationales Gedenken abzuhalten. Ausgenommen seien dabei nur Objekte, die sich auf Friedhöfen befinden oder nicht zur Schau gestellt werden.

Im Oktober 2016 wurde die Gesetzesänderung vom Oberhaus des polnischen Parlaments bestätigt. Damals stimmten 56 Abgeordnete für und 26 gegen die Änderung. Gestern fiel das Resultat viel deutlicher aus, denn 408 Deputierte stimmten dafür und nur sieben waren dagegen, außerdem enthielten sich 15 Abgeordnete.

Das russische Außenministerium gab am Donnerstag eine Erklärung ab, dass diese jüngsten Aktionen der polnischen Regierung die Beziehungen zwischen den beiden Nationen weiter belasten könnten.

„Niemand versucht, die Tatsache zu verschleiern, dass der Hauptschlag auf Denkmäler und andere Gedenkstätten durchgeführt wird, die zu Ehren der Heldentat der Roten Armee errichtet wurden, das polnische Volk aus dem Nazi-Joch befreiten und ihr Land vor völliger Zerstörung retteten“, zitiert RIA Nowosti das Dokument.

Die russischen Diplomaten fügten hinzu, dass das Treffen dieser Entscheidung im Parlament am 22. Juni, dem Gedenktag des Angriffs Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion, besonders zynisch sei und die Erinnerung an die, die im Krieg umkamen, befleckt. „Wir sind überzeugt, dass viele Menschen in Polen diese entsetzliche Entscheidung auch nicht akzeptieren können“, heißt es weiter in der Erklärung.

Der Pressesprecher und Experte der Stiftung „Russisch-Polnisches Zentrum des Dialogs und der Einigung“, Waleri Masterow, teilte mit, dass nicht alle Polen für den Abriss der Monumente plädieren, die zu Ehren der Sowjetsoldaten errichten wurden, die Polen von der deutschen Besatzung befreiten.

„Man muss verstehen, dass viele Grundstücke in Polen von den örtlichen Behörden aufgekauft wurden. Ich war vor kurzem in der Stadt Mińsk Mazowiecki, die 40 Kilometer von Warschau entfernt ist. Dort gibt es ein Sowjetsoldaten-Denkmal, das gut bewacht und gepflegt wird. Der Bürgermeister erklärte, dass es niemand wagen wird, das Monument anzufassen, da die Bewohner dieser Stadt die Lage beobachten und Vandalismus nie zulassen werden“, sagte Masterow in einem Gespräch mit Nation News.

Er fügte hinzu, dass nicht alle Polen das Institut für Nationales Gedenken unterstützen, das den massenhaften Abriss der sowjetischen Denkmäler vorgeschlagen hat.

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