Namen des Volkes – Ermittlungs- und Gerichtsverfahren in der DDR gegen Nazi- und Kriegsverbrecher

Noch immer sitzt man in Deutschland über Nazitäter zu Gericht. Seit über siebzig Jahren. Die ersten Verfahren fanden im Sommer 1945 statt. Die Strafverfolgung von Kriegsverbrechern und KZ-Mördern ist inzwischen selbst Geschichte.
In Amsterdam wurde sie erforscht. Prof. Rüter und sein Team dokumentierten in 63 Bänden die Strafprozesse in Europa. Mit seiner Unterstützung und in jahrelanger akribischer Arbeit entstand das hier vorliegende Kompendium.
Erstmals werden in einem Band sämtliche Ermittlungs- und Gerichtsverfahren gegen Nazi- und Kriegsverbrecher von 1945 bis 1989 in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR aufgelistet, die Tötungsverbrechen betrafen.
Dieter Skiba und Reiner Stenzel arbeiteten seit den 60er Jahren selbst als Ermittler. Sie sind sachkundig und legen hier ein Standardwerk vor, auf das man noch in Jahrzehnten zurückgreifen kann.


Das DDR-Kabinett-Bochum lädt herzlich zu einer öffentlichen Buchvorstellung und Diskussion mit einem den beiden Autoren ein:
Dieter Skiba , Jahrgang 1938, beim MfS von 1958 bis 1990, als Oberstleutnant zuletzt Leiter der Hauptabteilung IX/11, zuständig für die Aufklärung von Nazi- und Kriegsverbrechen.
Begleitet wird er von Dr. Reinhard Grimmer, der von 1978 bis 1990 als Offizier für Grundsatzdokumente in der Zentralen Auswertungs- und Kontrollgruppe (ZAIG) des MfS/AfNS gearbeitet hat und selbst Autor und Herausgeber einschlägiger Publikationen ist.

Freitag, 23. Juni 2017 um 19:00 Uhr
im DIDF-Zentrum, Rottstr. 30, 44793 Bochum
(900 m Fußweg vom Hbf.)

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