KKE: Veranstaltung der Europäischen Kommunistischen Initiative in Berlin zum 72. Jahrestag des Großen Antifaschistischen Sieges der Völker

Die Europäische Kommunistische Initiative führte am 7. Mai eine  internationalistische Veranstaltung in Berlin durch. Thema der Veranstaltung war: „9. Mai – 72 Jahre nach dem Großen Antifaschistischen Sieg der Völker: In diesem Geist kämpfen wir gegen die Geschichtsfälschung von EU und Kapital. Für den Sturz des verfaulten kapitalistischen Systems, das Krisen, Kriege und Faschismus verursacht!“.

Den folgenden Bericht haben wir von der deutschen Seite der KKE übernommen.

Veranstaltung der Europäischen Kommunistischen Initiative in Berlin zum 72. Jahrestag des Großen Antifaschistischen Sieges der Völker

Die Europäische Kommunistische Initiative führte am 7. Mai eine bedeutungsvolle internationalistische Veranstaltung in Berlin durch. Thema der Veranstaltung war: „9. Mai – 72 Jahre nach dem Großen Antifaschistischen Sieg der Völker: In diesem Geist kämpfen wir gegen die Geschichtsfälschung von EU und Kapital. Für den Sturz des verfaulten kapitalistischen Systems, das Krisen, Kriege und Faschismus verursacht!“.

Die Veranstaltung wurde von den Parteiorganisationen der Kommunistischen Partei Griechenlands und der Kommunistischen Partei der Türkei in Deutschland unterstützt.

Das Programm beinhaltete Redebeiträge von Vertretern kommunistischer Parteien, die an der Initiative teilnehmen, sowie kulturelle Darbietungen mit Liedern der Roten Armee und anderen revolutionären Liedern.

An der Veranstaltung nahm auch eine Delegation des ZK der KKE teil, geleitet durch Giorgos Marinos, Mitglied des Politbüros.

An der Veranstaltung beteiligten sich folgende 15 Parteien: Kommunistische Partei der Werktätigen der Belarus, Pol für die Kommunistische Wiedergeburt Frankreichs, Revolutionäre Kommunistische Partei Frankreichs, Kommunistische Partei Griechenlands, Arbeiterpartei Irlands, Kommunistische Partei (Italien), Sozialistische Arbeiterpartei Kroatiens, Kommunistische Partei Norwegens, Kommunistische Partei Polens, Kommunistische Arbeiterpartei Russlands, Kommunistische Partei Schwedens, Kommunistische Partei der Völker Spaniens, Kommunistische Partei der Türkei, Arbeiterpartei Ungarns.

Bei der Veranstaltung war auch ein Vertreter der Deutschen Kommunistischen Partei zugegen.

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Die Vertreter der Parteien der Europäischen Kommunistischen Initiative besuchten das sowjetische Mahnmal am Treptower Park und legten Blumen dort nieder, wo Tausende Soldaten der Roten Armee bei der Schlacht um Berlin in April und Mai 1945 gefallen sind. Im Mittelpunkt des Mahnmals befindet sich die imposante Statue des Sowjetischen Soldaten.

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Wir veröffentlichen hier die Rede von Giorgos Marinos, Mitglied des Politbüros des ZK der KKE, an der Veranstaltung der Europäischen Initiative in Berlin

„Liebe Genossinnen und Genossen,

von Berlin aus begrüßen wir den Jahrestag des Sieges der Völker gegen die faschistische, imperialistische Bestie im 2. Weltkrieg, unter der Führung der Sowjetunion und der heldenhaften Roten Armee.

Das große Land des Sozialismus, die Sowjetunion, und die Rote Armee hatten die Kraft, den Nazi-Angriff abzuwehren, die Intrigen des US-amerikanischen und britischen Imperialismus zu umgehen und beim Sieg der Völker entschieden beizutragen. Sie hissen das rote Banner des Sieges auf dem Reichstag, im Herzen Berlins, am 30. April, und führten die Kapitulation Nazideutschlands am 9. Mai 1945 herbei.

Der Preis für den Sieg war hoch: 20 Millionen Tote, 10 Millionen Verwundete, unermessliche Zerstörungen in einem Krieg, der insgesamt 50 Millionen Menschenleben kostete.

Wir ehren die Kämpferinnen und Kämpfer, die ihr Leben opferten, die Tausenden Märtyrer von Dachau, Buchenwald und anderen faschistischen Konzentrationslagern.

Wir verneigen uns vor dem Heldentum des Genossen Ernst Thälmann, der im August 1944 von den Nazis ermordet wurde. Wir ehren die Befreiungsbewegungen in jedem Land, den Kampf der Nationalen Befreiungsfront (EAM) und der Volksarmee (ELAS) in Griechenland.

Die kommunistischen Parteien, unter ihnen auch die KKE, konnten unter sehr schwierigen Bedingungen eine Vorreiterrolle erringen, um den Kampf der Völker organisieren, leiten und mit den eigenen Kräften zu unterstützen.

In diesem Geist intensivieren wir unsere Kämpfe für das Recht der Arbeiterklasse, für den Sozialismus. Wir verurteilen den Antikommunismus und geben eine entschiedene Antwort auf die antikommunistischen Apparate der Europäischen Union und der bürgerlichen Regierungen, auf die bürgerlichen und opportunistischen Geschichtsrevisionisten aller Couleur, auf die gefährlichen Befürworter der Gleichsetzung des Kommunismus und der faschistischen Bestie.

Trotz ihrer Anstrengungen können sie den Beitrag der Kommunisten, des Klassenkampfes, der Sowjetunion, des Sozialismus am gesellschaftlichen Fortschritt nicht herunterspielen. Sie können nicht verbergen, dass der Faschismus ein Produkt des Kapitalismus ist, und wenn man ihn konsequent bekämpfen will, auf die Abschaffung der Ursachen seiner Entstehung zielen muss.

Der Zweite Weltkrieg, genauso, wie der Erste (1914 – 1918), entstanden innerhalb des kapitalistischen Systems als Ergebnis der innerimperialistischen Gegensätze und Konkurrenzkämpfe für die Wiederaufteilung der Welt und der Kontrolle über die Märkte. Das brandmarkt über die Jahre hinweg das Ausbeutersystem. das auch für Hunderte weitere, lokale und regionale Kriege verantwortlich ist.

Der Jagd nach Profit und der innerimperialistische Konkurrenzkampf um die Ressourcen und die Energietransportwege bilden die Ursache für die imperialistischen Kriege, die in unseren Tagen in Syrien, Irak, Libyen und in der Ukraine toben. Die Monopolinteressen stecken hinter den Krisenherden in vielen Regionen der Erde und hinter der Gefahr eines erweiterten militärischen Konflikts.

Die USA, die NATO, die EU sind die skrupellosen Gegner der Völker.

Am 25. Mai werden während des NATO-Gipfeltreffens in Brüssel neue, sehr gefährliche imperialistische Pläne umgesetzt. Der innerkapitalistische Konkurrenzkampf mit Russland und China verschärft sich. Sich Sorgen zu machen reicht nicht. Aufgabe der Kommunisten ist die Stärkung des Kampfes gegen den imperialistischen Krieg, die Emanzipation der Arbeiterklasse von den Bourgeoisien in jedem Land und die Vorbereitung der Völker in Richtung der Ansammlung von Kräften zur Abschaffung der Ursachen der imperialistischen Kriege und Interventionen.

Der Krieg ist die Fortsetzung der volksfeindlichen Politik mit militärischen Mitteln, er ist gekennzeichnet von den Interessen und Zielsetzungen der Bourgeoisien. Der Charakter des Krieges in unserer Zeit ist imperialistisch. Gerecht ist der revolutionäre Krieg für die Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

Auf der Grundlage der Interessen der Arbeiterklasse, der Volksschichten, ist der Kampf für die Verteidigung der Grenzen und die territoriale Integrität ein Teil des Kampfes für den Sturz der Herrschaft des Kapitals, des Kapitalismus, der Kriege, Krisen, Armut, Arbeitslosigkeit, Flucht verursacht.

Genossinnen und Genossen,

viele historische Ereignisse sind Quelle der Inspiration für die Kommunisten um den antimonopolistischen – antikapitalistischen Kampf zu stärken. Dabei hat die Große Sozialistische Oktoberrevolution, deren 100. Jahrestag wir dieses Jahr feiern, eine herausragende Bedeutung.

Bei der Oktoberrevolution ist die historische Mission der Arbeiterklasse zur Praxis geworden. Die große Kraft des Klassenkampfes als Motor des gesellschaftlichen Fortschritts trat in Erscheinung und die Wichtigkeit der Vorreiterrolle der kommunistischen Partei für den Sieg der Revolution und für den sozialistischen Aufbau wurde belegt.

Die Sozialistische Oktoberrevolution bewies, dass das kapitalistische Ausbeutersystem nicht unbesiegbar ist, dass die Arbeiterklasse mit ihren Verbündeten eine Gesellschaft ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen aufbauen kann, dass der Sozialismus in der Lage ist, die Arbeitslosigkeit abzuschaffen und das Recht auf Arbeit für Alle sicherzustellen, kostenlose Bildung auf hohem Niveau, Gesundheit, Sport, Kultur zu bieten, sowie die Kraft der Volksmassen für den Aufbau der neuen Gesellschaft zu aktivieren.

Die konterrevolutionären Umstürze haben schmerzliche Folgen für die Völker. Die vorübergehende Niederlage lehrt, wie gefährlich die opportunistischen Abweichungen und die Verletzungen der Gesetzmäßigkeiten des sozialistischen Aufbaus sind. Unabdingbare Voraussetzungen für den Aufbau der neuen Gesellschaft sind die Macht der Arbeiterklasse, die Vergesellschaftung der Produktionsmittel, die wissenschaftliche Zentralplanung sowie die Arbeiter- und gesellschaftliche Kontrolle

Der Klassenkampf geht weiter, die historische Entwicklung hört nicht auf.

Der Kapitalismus ist verfault und durchläuft sein höchstes, sein letztes Stadium. Der Charakter unserer Epoche spiegelt die Notwendigkeit für den Übergang vom Ausbeutersystem zu einem höheren System, dem Sozialismus-Kommunismus, wider, auf der Grundlage der unbestreitbaren Schlussfolgerung, dass die materiellen Voraussetzungen für die neue, die sozialistische Organisation der Produktion und der Gesellschaft reif sind.

Zwischen- oder Übergangstadien, sogenannte linke Regierungen fußen auf dem Boden des Kapitalismus und verewigen die Herrschaft der Monopole, die Ausbeutung der Arbeiterklasse. Der Kapitalismus kann nicht menschlich werden.

Genossinnen und Genossen,

die Europäische Kommunistische Initiative hat ihre Flügel bereits ausgebreitet. Letztes Jahr organisierte sie eine Veranstaltung gegen die NATO in Warschau, heute ehren wir in Berlin den Antifaschistischen Sieg der Völker, Kräfte der Kommunistischen Initiative werden demnächst in Brüssel gegen das NATO-Gipfeltreffen demonstrieren.

Wir verbinden diese bedeutungsvollen Veranstaltungen mit den jährlichen Treffen, den regelmäßigen und treffenden Interventionen für die Probleme der arbeitenden Menschen, der Jugend, mit allgemeineren wichtigen politischen Themen, und entfalten den ideologisch-politischen Kampf gegen die Bourgeoisien, gegen das kapitalistische Ausbeutersystem, die EU, als die zwischenstaatliche imperialistische Vereinigung in Europa.

Aufbauend auf diesen Erfahrungen werden wir weiterhin die Schwierigkeiten bewältigen, und mehr zur Entwicklung des Klassenkampfes, zur Schwächung des Opportunismus beitragen, und die Anstrengungen für die Einheit und revolutionäre Wiederkonstituierung der kommunistischen Bewegung, sowie für den Kampf für den Sozialismus vervielfachen.“

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