Erfolgreiche Festveranstaltung in Erinnerung an den 68. Jahrestag der Gründung der DDR

übernommen vom DDR-Kabinett Bochum
Unter dem Motto „Damit nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint“ und in Erinnerung an „100 Jahre Oktoberrevolution“ und den „60. Jahrestag der Gründung des DTSB der DDR“, fand unsere diesjährige Festveranstaltung, am 7. Oktober 2017, in Bochum statt.

Im voll besetzten Festsaal konnten wir im Laufe des Tages weit über hundert Gäste aus allen Teilen des Landes begrüßen. Darunter Mitglieder und Vertreter des Freidenker-Verbandes NRW, DKP, KPD, Partei Die Linke, Soziale Liste Bochum, Absolventen der Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“, VVN-BdA, GRH e.V., BüSGM, OKV e.V., dem RotFuchs Förderverein, Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals, Sport-Senioren Berlin, Initiative Buchenwald Gedenken, LAG Buchenwald-Dora e.V., Polizeihistorisches Museum Pfaffroda/Erzgebirge, Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V., Berliner Freunde der Völker Russlands e.V. und der Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.
Unter den Gästen ebenfalls zum wiederholten Male, der ehemalige 1. Bevollmächtigte der IG Metall Köln und ein Professor für Geschichte aus Paris, der an der Universität Paris I (Sorbonne/Panthéon), als Historiker doziert.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des DDR-Kabinett-Bochum, Andreas Maluga, erlebten die Teilnehmer ein anspruchsvolles Programm mit Vorträgen zu den Thema „100 Jahre Oktoberrevolution“ und zum „60. Jahrestag der Gründung des DTSB“ sowie zahlreiche Grußworte aus den Reihen der befreundeten Organisationen und in schriftlicher Form von Egon Krenz, dem letzten Staatsratsvorsitzenden der DDR.
…..in Moskau geboren, sein  Abitur an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät in Halle abgelegt und sein Studium am Institut für Internationale Beziehungen in Moskau,  als Diplom-Staatswissenschaftler abgeschlossen.  Lange Jahre im diplomatischen Dienst der DDR tätig sowie in weiteren verantwortungsvollen  Positionen der Staats- und Parteiführung der SED.  Geprägt war sein Leben r in einer besonderen Beziehung zum Land des Roten Oktober. Davon zeugen allein 15 Jahre Arbeit im Zentralvorstand der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. Auch im heutigen Russland ist sein Name nicht vergessen… Bruno Mahlow, Mitglied des Ältestenrates der Partei Die Linke, hielt den Hauptbeitrag zum „100 Jahre Roter Oktober“, seine Auswirkungen und die Rückschlüsse für die heutigen Kämpfe um eine sozialistische Alternative.
 „Wo Protest ist, sind auch politische Lieder. Das hat die Vergangenheit gezeigt.“
Überall bei politischen Aktionen wie Streik und Friedensdemonstrationen ist er mit seinen Liedern vertreten. Die Gabe bekannte Melodien mit politischen Inhalten zu füllen, aber auch eigene Songs zu schreiben begeistert stets das Publikum. Eng verbunden mit dem Deutschen Freidenkerverband  bestritt er unzählige Auftritte beim „Linken Liedersommer „ auf Burg Waldeck. 
Zu unserer Festveranstaltung hatte der proletarischen Sänger  Ernst „Ernesto“ Schwarz aus Frankfurt, ein Programm im Zeichen der Oktoberrevolution und speziell zum DDR-Geburtstag vorbereitet. Bei vielen bekannten Melodien aus dem sozialistischen Arbeiterliedgut stimmten die Gäste unserer Veranstaltung kräftig mit ein.
Grußworte hielten für den Parteivorstand der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), Dr. Renate KoppeRechtsanwalt Hans Bauer, als Vorsitzender der Gesellschaft zur  Rechtlichen und Humanitären Unterstützung  – GRH e.V. und Alfred Fritz, für das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).
 
Stehende Ovationen auch für das Konzert des Balalaika-Orchesters Druschba. Erstklassige Solisten, hoch motivierte junge Musikerinnen und Musiker, unter der musikalischen Leitung von Lev Zlotnik. In  farbenprächtigen Kostümen nahmen uns die jungen Künstler zum Klang der Balalaika, der Domra und des Bajan auf eine musikalische Reise durch das traditionelle Russland mit.
In den Pausen konnten sich die Anwesenden an den Informations- und Bücherständen der Initiativen und Verbände informieren und mit guter Literatur aus dem RuhrEcho-Verlag und der Eulenspiegel-Verlagsgruppe – Edition Ost versorgen. Eine Auswahl an bewährten Ostprodukten hielt der Stand des „Geschmackszentrum Ost“ aus Oberhausen bereit und das Antiquariat Häring war mit DDR-Schallplatten von Amiga und Eterna vertreten.
Natürlich durfte die hausgemachte Soljanka sowie Kartoffelsalat und Bockwurst zur Stärkung des leiblichen Wohls nicht fehlen. An der Getränketheke waren selbstverständlich Hasseröder, rote Brause, Vita-Cola, Rotkäppchen und Spree-Perle im Angebot. Zum reichhaltigen Kuchenbuffet wurde dann auch Rondo-Kaffee gereicht. Interessant der Preisvergleich zu DDR-Zeiten und heute auf den Speisekarten der „HO-Gaststätte 7. Oktober“.
1972 Olympische Sommerspiele in München – zum ersten Mal tritt die Olympiaauswahl der DDR mit eigener Flagge und  Nationalhymne an.  Zum ersten Mal ist auch der Kanuslalom als olympische Disziplin vertreten.  Dass es ein Erfolgserlebnis für die Kanuten der DDR wird, ist einer mutigen Aktion zu verdanken. Im Westen hießen die Schlagzeilen: „Eiskalter Krieg“, „Sportspionage für Olympia“, „Bau auf, bau auf – Bau nach!“ Denn als die BRD für die Kanurennen der Olympischen Spiele 72 einen künstlichen Eiskanal errichtete, stellte diese Neuerung die DDR vor ein großes Trainings-Problem. Die geniale Lösung: Die Wildwasserbahn wurde einfach nachgebaut. Um an die Pläne zu kommen, wurde der Trainer der DDR-Kanuten zum Kundschafter  im Westen. 

Sein Name Werner Lempert Neben seiner Trainertätigkeit war er viele Jahre Generalsekretär des Deutschen Kanu-Sport Verbandes (DKSV) und anschließend Präsident des Deutschen Fußball-Verbandes  (DFV) der DDR. Mit großer Spannung verfolgten nun die Gäste der Veranstaltung sowohl die Ausführungen dieser einmaligen „Kriminalgeschichte“ als auch die ausführliche Darstellung zum 60. Jahrestag der Gründung des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR (DTSB) von Werner Lempert.

Krankheitsbedingt musste die geplante Buchvorstellung durch Generalmajor a.D. Dieter Winderlich zum Thema „Vom Wachtmeister des Strafvollzuges zum Chef der Deutschen Volkspolizei” leider ausfallen.

Dafür zitierte Dr. Eva Ruppert aus Bad Homburg einige Abschnitte aus ihrem Buch „Liebe Eva – Erich Honeckers Gefängnisbriefe“ und signierte auch einige Exemplare für die Teilnehmer.

Ich hab mich verlaufen, die Stadt ist so groß,
Die Mutti wird warten, wie find ich sie bloß?
Der Volkspolizist, der es gut mit uns meint,
Der bringt mich nach Hause, er ist unser Freund!

Und wenn ich mal groß bin, damit Ihr es wißt,
Dann werde ich auch so ein Volkspolizist.
Wir helfen den Menschen, ich bin mit dabei,
Beschütze die Kinder als Volkspolizei!

Diesen Lebensweg beschritt auch Klaus-Dieter Erber als nächster Redner. Zunächst Abschnittsbevollmächtigter der Deutschen Volkspolizei und nun immer noch als Bürgerpolizist im Polizeidienst des Freistaates Sachsen tätig. In seiner Freizeit leitet Klaus-Dieter Erber das Polizeihistorische Museum in Pfaffroda im Erzgebirge.

Polina ist der Name des ersten Kindes, das durch Ukrainische Bomben getötet wurde. Von diesem Tag bis heute wurden in der Lugansker Volksrepublik 120 Kinder, in der Donezker Volksrepublik 141 Kinder getötet , neben tausenden anderer Todesopfer. Krieg gegen den Donbass. Ein Krieg, den die ukrainische Regierung, die sich mit Unterstützung von USA und EU 2014 an die Macht geputscht hatte, „ATO = Anti-Terror-Operation“ nennt. Als „Terroristen“ bezeichnet sie diejenigen, die sich gegen diesen nationalistischen Staatsstreich seit nun mehr als 3 Jahren wehren, und die mit großer Mehrheit im April 2014 unabhängige Volksrepubliken gründeten. Erfolge beim Wiederaufbau von Infrastruktur, Landwirtschaft und Industrie sind unübersehbar. Ebenso  die Versuche, die Korruption zu bekämpfen und ein für alle zugängliches Bildungs- und Gesundheitswesen aufzubauen. Doch unsere Solidarität mit den Volksrepubliken ist weiterhin dringend notwendig. 

Leider entfiel aus Zeitgründen der Beitrag von Birgit Schlie, Vorstandsmitglied der Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V., deren Mitglieder seit Anbeginn dieses Krieges, den Betroffenen in den Kriegsgebieten aktive Unterstützung leistet, um menschliches Leiden zu lindern.

Nach dem Dank an die Künstlerinnen und Künstler sowie den Rednern, der Übergabe kleiner Überraschungspräsente und der Verabschiedung durch den Vorstand des DDR-Kabinett-Bochum e.V. erhoben sich alle zum gemeinsamen Singen der Internationalen.
Es war ein sehr emotionaler Abschluß einer abwechselungsreichen und dem Anlaß entsprechend würdigen Festveranstaltung.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten, den Helfern vor und hinter den Kulissen, den zahlreichen Spendern für die Finanzierung der Festveranstaltung und der Arbeiterfotografie für die Video-Aufzeichnung unserer Veranstaltung. Die Redebeiträge, Bilder und Videos werden in nächster Zeit auf unseren Seiten veröffentlicht.

Und: Wir sehen uns alle wieder im September 2018 auf dem UZ-Pressefest in Dortmund UND im Oktober 2018 in Bochum, zum 69. Gründungstag der Deutschen Demokratischen Republik – Trotz alledem!

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